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Mobile Klimaanlage Schweiz: Der komplette Ratgeber

SplitClima Redaktion

Aktualisiert am 1. August 2026

Die Schweiz wird messbar heisser. Im Juni 2026 zeigte das Thermometer in Basel 36.7 Grad, und MeteoSchweiz registriert seit Jahren mehr Hitzetage und Tropennächte. Wer keine fest installierte Klimaanlage hat, sucht eine mobile Lösung. Genau da beginnt die Verwirrung: Monoblock, mobile Split-Klimaanlage, Luftkühler, dazu Fragen zu Steckdose, Stromkosten und Mietrecht. Dieser Ratgeber räumt auf. Sie erfahren, welche Bauart zu Ihrer Wohnung passt, was der Betrieb in Franken kostet und was in der Schweiz anders läuft als in Deutschland.

Welche Arten von mobilen Klimageräten gibt es?

Es gibt drei Bauarten: Monoblöcke mit Abluftschlauch (ab rund CHF 300.–), mobile Split-Klimaanlagen mit getrenntem Innen- und Aussenteil (ab CHF 799.–) und Luftkühler mit Wassertank (ab CHF 50.–). Nur die ersten beiden sind echte Klimaanlagen mit Kältekreislauf. Luftkühler senken die Raumtemperatur kaum, sie verdunsten nur Wasser.

Monoblock Mobile Split Luftkühler
Kühlleistung 2 bis 3.5 kW, real oft weniger 2.35 bis 3.5 kW, voll nutzbar keine echte Kühlung
Lautstärke innen 55 bis 65 dB(A) 38 bis 45 dB(A) 40 bis 60 dB(A)
Effizienz Klasse A und tiefer, EER um 2.6 A+ bis A++, SEER 5.6 bis 6.1 entfällt
Preis CHF 300.– bis 900.– CHF 799.– bis 1'350.– CHF 50.– bis 200.–
Installation Schlauch aus dem offenen Fenster Aussenteil auf Balkon oder Fensterbank keine

Die Tabelle zeigt das Muster: Der Monoblock ist günstig in der Anschaffung, verliert aber bei Lautstärke und Effizienz. Die mobile Split-Klimaanlage kostet mehr, kühlt dafür wie eine feste Anlage. Der Luftkühler ist keine Klimaanlage, sondern ein Ventilator mit Wassertank. Schauen wir uns alle drei genauer an.

Mobile Split-Klimaanlage: kühlt wie eine fest installierte Anlage

Die mobile Split-Klimaanlage trennt die Technik in zwei Teile: Der Kompressor steht draussen auf Balkon oder Fensterbank, im Raum arbeitet nur ein leiser Lüfter. Das Ergebnis: 38 bis 39 dB(A) im Schlafmodus, volle Kühlleistung und kein offenes Fenster. Montiert wird nichts, gebohrt auch nicht.

So funktioniert die Trennung in Innen- und Aussenteil

Innen- und Aussenteil sind über eine dünne Kältemittelleitung verbunden, bei der Midea PortaSplit ist sie 2 Meter lang und nur 2.7 cm flach. Sie führt durch das gekippte Fenster oder die angelehnte Balkontüre, das Fenster bleibt praktisch geschlossen. Der Kältekreislauf mit R32 ist ab Werk befüllt und geschlossen, eine Schnellkupplung lässt sich mehrfach trennen und wieder verbinden, ohne dass Kältemittel entweicht. Der Aufbau dauert rund 10 Minuten und braucht weder Werkzeug noch Fachperson. Zum Vergleich: Der Monoblock braucht einen 15 cm dicken Schlauch und einen dauerhaft offenen Fensterspalt.

Falls bei Ihnen gar kein Aussenteil in Frage kommt, etwa wegen der Fassade oder des Stockwerkeigentums, zeigt der Ratgeber Klimaanlage ohne Aussengerät die verbleibenden Optionen.

Diese mobilen Split-Klimaanlagen gibt es in der Schweiz

  • Midea PortaSplit: 3.5 kW Kühlen und Heizen, SEER 6.1 (A++), SCOP 4.0 (A+), 39 dB(A) im Silent-Modus, CHF 1'190.– (UVP CHF 1'349.–). Das Referenzgerät der Klasse.
  • Midea PortaSplit Cool: 2.35 kW, nur Kühlen, A++, 38 dB(A), CHF 1'090.–. Kompakt und fürs Schlafzimmer dimensioniert.
  • SplitClima S12: 3.5 kW Kühlen und Heizen, SEER 5.6 (A+), SCOP 4.0 (A+), R32, WiFi, 39 dB(A) im Sleep-Modus, CHF 799.–. Fensterkit und Schweizer T13-Stecker sind inklusive. Ehrlich gesagt: Bei der Kühl-Effizienz liegt die PortaSplit vorne (SEER 6.1 gegen 5.6), beim Preis die S12.

Alle drei Geräte sind aktuell ausverkauft, die nächste Charge ist für Frühling 2027 bestellt. Wer auf der Warteliste steht, erhält beim Wareneingang 48 Stunden Frühzugang. Was Sie bis dahin kaufen können, zeigt der Vergleich PortaSplit Alternative.

Monoblock mit Abluftschlauch: günstig, aber laut und ineffizient

Ein Monoblock vereint die ganze Technik in einem Gehäuse im Raum. Die warme Abluft bläst er durch einen rund 15 cm dicken Schlauch aus dem Fenster. Das funktioniert, hat aber zwei eingebaute Schwächen: Der Kompressor läuft mit 55 bis 65 dB(A) direkt neben Ihnen, und durchs offene Fenster strömt laufend warme Luft nach.

Der Abluftschlauch erzeugt zudem Unterdruck im Raum. Die hinausgeblasene Luft muss irgendwoher nachströmen, meist durch Fensterritzen und Türspalten, und zwar als heisse Aussenluft. Ein Teil der Kühlleistung geht so direkt wieder verloren. EnergieSchweiz hält entsprechend fest, dass mobile Monoblöcke im Kühlbetrieb erheblich weniger effizient sind als Splitgeräte.

Für gelegentliche Hitzetage reicht ein Monoblock trotzdem, vor allem mit einer sauber montierten Fensterabdichtung, die den Rückstrom stoppt. Den direkten Vergleich der beiden Bauarten mit allen Zahlen finden Sie im Ratgeber Monoblock oder Split.

Luftkühler: keine Klimaanlage

Luftkühler, oft als "Klimaanlage ohne Abluftschlauch" beworben, verdunsten Wasser und erzeugen einen kühl wirkenden Luftzug. Die Raumtemperatur senken sie kaum, oft um weniger als 2 Grad, dafür steigt die Luftfeuchtigkeit. In schwülen Schweizer Sommernächten ist das kontraproduktiv. Warum es physikalisch keine Kühlung ohne Wärmeabfuhr gibt und was die ehrliche Alternative ist, erklärt der Ratgeber Mobile Klimaanlage ohne Abluftschlauch.

Wie viel Kühlleistung braucht Ihr Raum?

Als Faustregel rechnen Sie 60 bis 100 Watt Kühlleistung pro Quadratmeter. Ein 25 m² Wohnzimmer braucht also 1.5 bis 2.5 kW, eine 40 m² Dachwohnung eher 3.5 kW. Dachgeschosse, grosse Fensterflächen und Südlage gehören ans obere Ende der Spanne.

Raumgrösse Empfohlene Kühlleistung Passendes Gerät
bis 20 m² 2.0 bis 2.5 kW PortaSplit Cool
20 bis 35 m² 2.5 bis 3.5 kW PortaSplit oder SplitClima S12
35 bis 45 m² 3.5 kW plus gute Abdichtung PortaSplit oder SplitClima S12

Lieber etwas zu gross als zu klein: Ein Inverter-Gerät regelt bei Teillast herunter und bleibt effizient. Ein zu kleines Gerät läuft dagegen im Dauervollgas und wird den Raum an Spitzentagen trotzdem nicht kühl kriegen. Die genaue Rechnung mit BTU-Tabelle finden Sie im Ratgeber Wie viele BTU und kW brauche ich?.

Was kostet der Betrieb in der Schweiz?

Weniger als viele denken, sofern das Gerät effizient ist. Beim Schweizer Median-Strompreis von 27.7 Rappen pro kWh (ElCom-Tarifvergleich) kostet ein Sommer mit einer mobilen Split-Klimaanlage rund CHF 30.– bis 50.–. Ein durstiger Monoblock kommt für dieselbe Kühlarbeit schnell aufs Doppelte.

Ein transparentes Rechenbeispiel mit 400 Betriebsstunden pro Sommer bei durchschnittlich halber Last (1.75 kW Kälteleistung):

  • Midea PortaSplit (SEER 6.1): rund 115 kWh Strom, etwa CHF 32.–
  • SplitClima S12 (SEER 5.6): rund 125 kWh Strom, etwa CHF 35.–
  • Typischer Monoblock (EER um 2.6): rund 270 kWh Strom, etwa CHF 75.–, plus die Verluste durch nachströmende Warmluft

Wie sich die Kosten je nach Kanton und Nutzungsprofil verschieben, zeigt die Tabelle im Ratgeber Stromkosten Klimaanlage Schweiz.

Was ist beim Kauf in der Schweiz speziell?

Drei Punkte unterscheiden den Schweizer Kauf vom deutschen Versandhandel: der Stecker, die Entsorgung und die Garantieabwicklung.

T13-Stecker statt Schuko

Schweizer Steckdosen sind auf 10 Ampere ausgelegt, deutsche Importgeräte kommen aber meist mit Schuko-Stecker. Dann braucht es einen fest installierten Adapter, ein billiger Reiseadapter ist bei stundenlangem Dauerbetrieb keine gute Idee. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Gerät mit T13-Stecker geliefert wird und mit der Leistung an einer normalen Steckdose läuft. Die SplitClima S12 kommt ab Werk mit T13-Stecker.

vRG: Die Entsorgung ist beim Kauf schon bezahlt

In der Schweiz ist die vorgezogene Recyclinggebühr (vRG) im Gerätepreis enthalten. Ihr altes Klimagerät geben Sie kostenlos bei jeder Verkaufsstelle ab, organisiert über das System von Sens eRecycling. Wichtig: Klimageräte enthalten Kältemittel und gehören deshalb nie in den Sperrgut, sondern immer in die Fachentsorgung. Wer beim deutschen Versender bestellt, zahlt keine vRG, steht bei der Entsorgung aber auch ohne dieses Netz da.

Garantie und Rückgabe

Bei einem Import aus Deutschland läuft ein Garantiefall über die deutsche Adresse, inklusive Rückversand eines 30 bis 40 kg schweren Pakets und Zollpapieren. Ein Schweizer Shop wickelt die Garantie im Inland ab. Bei uns gilt: 2 Jahre Garantie mit Abwicklung in der Schweiz und ein freiwilliges 30-tägiges Rückgaberecht.

Bewilligung: mobil nein, fest ja

Mobile Klimageräte ohne feste Montage gelten nicht als bauliche Massnahme und brauchen keine Baubewilligung. Fest installierte Aussengeräte sind dagegen in den meisten Kantonen bewilligungs- oder meldepflichtig, die Praxis unterscheidet sich je nach Gemeinde. Die Lärmschutzregeln gelten allerdings immer und für alle Geräte, besonders nachts. Die Übersicht über alle 26 Kantone finden Sie im Ratgeber Klimaanlage Bewilligung Schweiz.

Ist eine mobile Klimaanlage in der Mietwohnung erlaubt?

Ja. Ein mobiles Klimagerät wird eingesteckt und aufgestellt, das ist keine bauliche Änderung im Sinn von OR Art. 260a. Sie brauchen dafür keine Zustimmung der Verwaltung. Grenzen setzen nur Hausordnung und Nachtruhe: Was auf dem Balkon steht, muss die Nachbarn schlafen lassen.

Anders bei fester Montage: Wer bohrt oder ein Aussengerät an die Fassade hängt, braucht die schriftliche Zustimmung des Vermieters und riskiert sonst den Rückbau auf eigene Kosten. Alle Details, inklusive der häufigsten Streitfälle, behandelt der Ratgeber Klimaanlage in der Mietwohnung. Die mietrechtlichen Grundlagen erklärt auch der Mieterverband.

Kaufkriterien: Darauf sollten Sie achten

  • Energieetikette und SEER: A++ mit SEER über 6 ist Spitzenklasse, A+ mit SEER über 5.5 sehr gut. Monoblöcke mit Klasse A oder tiefer zahlen Sie über die Stromrechnung.
  • Lautstärke in dB(A): Unter 40 dB(A) gilt als schlaftauglich. Das schafft nur die Split-Bauart, weil der Kompressor draussen steht. Mehr dazu im Ratgeber Leise mobile Klimaanlage.
  • Kältemittel R32: aktueller Standard mit deutlich tieferem Treibhauspotenzial als das ältere R410A.
  • Fensterlösung: Ohne saubere Abdichtung verpufft ein Teil der Kühlung. Bei der SplitClima S12 ist das Fensterkit dabei, für andere Geräte gibt es die Fensterabdichtung einzeln.
  • Heizfunktion: PortaSplit und S12 heizen mit SCOP 4.0 auch, praktisch für die Übergangszeit. Ob sich das rechnet, zeigt der Ratgeber Heizen mit der Klimaanlage.
  • WiFi und App: Vorkühlen auf dem Heimweg spart Laufzeit und Strom.
  • Stecker und Gewicht: T13-Stecker für die Schweiz, Rollen und getrennte Einheiten erleichtern das Verstauen im Winter.

Welche mobile Klimaanlage für welche Wohnsituation?

Die kurze Antwort: Für die Mietwohnung und fürs Schlafzimmer führt kaum ein Weg an der mobilen Split-Bauart vorbei. Ein günstiger Monoblock reicht für seltene Hitzetage in einem Raum, in dem Lärm keine Rolle spielt. Vier typische Fälle aus der Beratung:

  • Mietwohnung mit Balkon: Mobile Split-Klimaanlage. Das Aussenteil steht auf dem Balkon, gebohrt wird nichts, beim Auszug nehmen Sie das Gerät einfach mit. PortaSplit oder SplitClima S12, je nach Budget.
  • Schlafzimmer: Die PortaSplit Cool mit 38 dB(A) ist genau dafür dimensioniert. Wichtiger als jedes Zehntel Kilowatt ist hier der Geräuschpegel: Unter 40 dB(A) schlafen die meisten Menschen durch.
  • Dachwohnung: Rechnen Sie mit dem oberen Ende der Leistungsspanne, also 3.5 kW, und dichten Sie das Fenster sauber ab. Hier zahlt sich die Effizienz der Split-Bauart am schnellsten aus, weil das Gerät viele Stunden läuft.
  • Homeoffice und Büro: Bei Videocalls stört ein Monoblock mit 60 dB(A) massiv, eine mobile Split-Klimaanlage bleibt unter Gesprächslautstärke. Nur für Werkstatt oder Kellerraum, wo Lärm egal ist, tut es der Monoblock.

Wer zwischen zwei konkreten Geräten schwankt, findet in der Rangliste der besten mobilen Klimaanlagen die direkte Gegenüberstellung mit Stärken und Schwächen.

Häufige Fragen

Welches mobile Klimagerät ist das beste?

Für echte Kühlung ohne Montage ist eine mobile Split-Klimaanlage die beste Wahl. Referenzgerät ist die Midea PortaSplit mit 3.5 kW, A++ und rund 39 dB(A) im Silent-Modus. Wer aufs Budget schaut, bekommt mit der SplitClima S12 fast dieselben Kernwerte für CHF 799.–. Die komplette Rangliste: Die besten mobilen Klimaanlagen der Schweiz.

Ist eine mobile Klimaanlage ein Stromfresser?

Monoblöcke oft ja: Energieklasse A und tiefer, dazu Verluste durchs offene Fenster. Mobile Split-Klimaanlagen mit Inverter erreichen SEER-Werte über 5 und kosten beim Schweizer Strompreis je nach Nutzung rund CHF 20.– bis 50.– pro Sommer. Entscheidend ist die Bauart, nicht das Wort "mobil".

Ist eine mobile Klimaanlage in der Mietwohnung erlaubt?

Ja, solange nichts fest montiert wird. Mobile Geräte gelten nicht als bauliche Änderung nach OR Art. 260a, der Vermieter muss sie nicht bewilligen. Einhalten müssen Sie die Hausordnung und die Nachtruhe, üblicherweise 22 bis 7 Uhr. Für fest installierte Geräte brauchen Sie dagegen seine schriftliche Zustimmung.

Was sind die Nachteile mobiler Klimageräte?

Beim Monoblock: Lärm von 55 bis 65 dB(A) und warme Luft, die durchs offene Fenster nachströmt. Bei der mobilen Split-Klimaanlage: Das Aussenteil braucht einen Platz auf Balkon oder Fensterbank, und der Umzug in ein anderes Zimmer ist aufwendiger als beim Monoblock. Luftkühler kühlen gar nicht.


Sie wissen jetzt, welche Bauart zu Ihrer Wohnung passt. Alle unsere mobilen Split-Klimaanlagen mit aktuellen Preisen, technischen Daten und Wartelisten-Status finden Sie in der Übersicht: Mobile Split-Klimaanlagen im Schweizer Shop. Wer sich jetzt einträgt, erhält beim nächsten Wareneingang im Frühling 2027 48 Stunden Frühzugang.