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Wie viele BTU und kW braucht Ihre Klimaanlage?

SplitClima Redaktion

Aktualisiert am 1. August 2026

12'000 BTU, 3.5 kW, A++: Klimaanlagen-Datenblätter werfen mit Einheiten um sich, und die wichtigste Frage bleibt oft unbeantwortet: Reicht das Gerät für meinen Raum? Die Antwort lässt sich in fünf Minuten ausrechnen. Hier finden Sie die Umrechnung von BTU in Kilowatt, eine Tabelle pro Quadratmeter, die Zuschläge für Dachwohnungen und Südfenster und drei durchgerechnete Beispiele aus typischen Schweizer Wohnungen.

Was bedeutet BTU überhaupt?

BTU steht für British Thermal Unit, eine alte Energieeinheit aus dem angelsächsischen Raum. Bei Klimaanlagen ist immer BTU pro Stunde gemeint und beschreibt die Kühlleistung. Die Umrechnung: 1 Kilowatt entspricht 3'412 BTU/h. Ein 12'000-BTU-Gerät kühlt also mit rund 3.5 kW, ein 9'000-BTU-Gerät mit rund 2.6 kW, ein 8'000-BTU-Gerät mit rund 2.35 kW.

Wichtig: Die Kühlleistung ist nicht der Stromverbrauch. Ein Inverter-Split mit SEER 6.1 holt aus 1 kW Strom über die Saison gut 6 kWh Kälte. Die kW-Angabe auf dem Datenblatt sagt, wie viel Wärme das Gerät aus dem Raum schafft, nicht, was es an der Steckdose zieht.

Wie viele BTU pro Quadratmeter brauche ich?

Als Faustregel rechnen Sie 60 bis 100 Watt Kühlleistung pro Quadratmeter Wohnfläche, also rund 200 bis 340 BTU pro m². Der untere Wert gilt für gut gedämmte, beschattete Räume, der obere für Altbauten, sonnige Lagen und schlecht gedämmte Räume. Die Faustregel setzt eine normale Raumhöhe um 2.5 Meter voraus.

Raumfläche Kühlleistung BTU/h
bis 15 m² 0.9 bis 1.5 kW bis 5'000
15 bis 25 m² 1.5 bis 2.5 kW 5'000 bis 8'500
25 bis 35 m² 2.5 bis 3.5 kW 8'500 bis 12'000
35 bis 45 m² 3.5 bis 4.5 kW 12'000 bis 15'000
über 45 m² über 4.5 kW über 15'000

Die Tabelle ist eine Praxisregel für Wohnräume, keine Normberechnung. Für fest installierte Anlagen rechnen Fachleute die Kühllast raumgenau aus. Für ein mobiles Gerät, das Sie notfalls umstellen können, reicht die Faustregel mit den folgenden Zuschlägen.

Welche Zuschläge muss ich einrechnen?

Vier Faktoren treiben den Bedarf spürbar nach oben: Dachlage, grosse Fensterflächen, Raumhöhe und die Zahl der Personen im Raum. Rechnen Sie zuerst die Grundlast aus der Tabelle und schlagen Sie dann auf:

  • Dachgeschoss oder Mansarde: plus 20 bis 30 Prozent. Unter dem Dach staut sich die Hitze, und die Flächen zur Sonne sind grösser.
  • Grosse Fensterfront nach Süden oder Westen ohne Aussenbeschattung: plus 10 bis 20 Prozent. Mit Rollläden oder Storen, die tagsüber unten bleiben, entfällt der Zuschlag weitgehend.
  • Raumhöhe über 2.5 Meter: Rechnen Sie über das Volumen, mit etwa 25 bis 40 Watt pro Kubikmeter. Ein Altbauzimmer mit 3.2 Metern Höhe enthält gut einen Viertel mehr Luft als die Tabelle annimmt.
  • Personen und Geräte: Ein Mensch gibt in Ruhe rund 100 Watt Wärme ab. Ab der zweiten Person je 100 Watt dazurechnen, ebenso die Leistungsaufnahme von Fernseher, PC oder Konsole, die praktisch vollständig als Wärme im Raum landet.

Drei Beispiele aus Schweizer Wohnungen

Beispiel 1: Schlafzimmer, 16 m², Stadtwohnung

Grundlast: 16 m² mal 70 W ergibt rund 1.1 kW. Ostfenster mit Rollladen, eine bis zwei Personen: mit Reserve etwa 1.5 kW. Hier genügt die Midea PortaSplit Cool mit 2.35 kW deutlich. Der Inverter regelt herunter, sobald die Zieltemperatur erreicht ist, und läuft dann leise bei 38 dB(A) weiter. Gerade in städtischen Lagen mit vielen Tropennächten zählt diese Kombination aus Reserve und Laufruhe mehr als rohe Leistung.

Beispiel 2: Wohnzimmer mit offener Küche, 32 m², Südbalkon

Grundlast: 32 m² mal 90 W ergibt rund 2.9 kW. Dazu die Glasfront nach Süden: plus 15 Prozent, macht rund 3.3 kW. Kochherd und mehrere Personen am Abend kommen dazu. Hier ist ein 12'000-BTU-Gerät mit 3.5 kW die richtige Wahl, also die Midea PortaSplit oder die SplitClima S12. Kleiner dimensionieren lohnt sich nicht: Das Gerät liefe an heissen Abenden dauernd auf Anschlag.

Beispiel 3: Studio unter dem Dach, 28 m²

Grundlast: 28 m² mal 100 W ergibt 2.8 kW, plus 25 Prozent Dachzuschlag sind rund 3.5 kW. Das passt genau auf die 12'000-BTU-Klasse, aber ohne Luxusreserve. Ehrlicherweise gehört dazu: An Extremtagen wie in der Hitzewelle vom Juni 2026 mit 36 °C und mehr kommt in einer Dachwohnung jedes mobile Gerät an seine Grenze. Verschattung bleibt Pflicht, und eine saubere Fensterabdichtung verhindert, dass die gekühlte Luft gleich wieder entweicht.

Was passiert bei falscher Dimensionierung?

Ein zu kleines Gerät läuft dauernd auf Volllast, erreicht die Zieltemperatur an heissen Tagen nie, verbraucht dabei viel Strom und ist lauter als nötig. Ein zu grosses Gerät ist bei Inverter-Technik das kleinere Problem: Es regelt die Leistung herunter und arbeitet im Teillastbereich sogar besonders effizient.

Kritisch wird Überdimensionierung nur bei alten Geräten ohne Inverter, die nur ein und aus kennen: Sie takten, kühlen ruppig und entfeuchten schlecht. Alle aktuellen mobilen Split-Geräte in unserem Sortiment arbeiten mit Inverter. Im Zweifel gilt darum: lieber eine halbe Nummer grösser als zu klein, besonders wenn ein Dach- oder Südzuschlag auch nur teilweise zutrifft.

Welches Gerät passt zu welchem Raum?

  • Midea PortaSplit Cool, 2.35 kW (8'000 BTU), nur Kühlen, A++, 38 dB(A), CHF 1'090.–: Schlafzimmer, Büros und Räume bis rund 25 m².
  • Midea PortaSplit, 3.5 kW (12'000 BTU), Kühlen und Heizen, SEER 6.1 (A++), SCOP 4.0 (A+), 39 dB(A), CHF 1'190.–: Wohnräume bis rund 40 m², das effizienteste Gerät im Sortiment.
  • SplitClima S12, 3.5 kW (12'000 BTU), Kühlen und Heizen, SEER 5.6 (A+), SCOP 4.0 (A+), WiFi, T13-Stecker, Fenster-Kit inklusive, CHF 799.–: gleiche Leistungsklasse wie die PortaSplit. Ehrlich gesagt liegt ihre Effizienz etwas tiefer (SEER 5.6 statt 6.1), dafür kostet sie rund CHF 400.– weniger.

Alle drei laufen an einer normalen Haushaltssteckdose. Und alle drei sind aktuell ausverkauft: Die nächste Charge erwarten wir im Frühjahr 2027, die Warteliste gibt 48 Stunden Frühzugriff.

Häufige Fragen zur Dimensionierung

Wie rechne ich BTU in kW um?

Teilen Sie die BTU-Zahl durch 3'412: 12'000 BTU/h sind rund 3.5 kW, 9'000 BTU/h rund 2.6 kW, 7'000 BTU/h rund 2.1 kW. Umgekehrt ergibt kW mal 3'412 die BTU-Zahl. Gemeint ist bei Klimaanlagen immer die Kühlleistung pro Stunde, nicht der Stromverbrauch.

Reichen 12'000 BTU für 40 m²?

Meist ja, wenn der Raum normale Höhe hat und tagsüber beschattet wird. Knapp wird es in Dachwohnungen und hinter grossen Südfenstern ohne Storen: Dann läuft das Gerät an Hitzetagen auf Volllast und senkt die Temperatur nur noch um einige Grad statt auf den Wunschwert.

Zählt die Raumhöhe?

Ja. Die Quadratmeter-Faustregeln gelten für rund 2.5 Meter Raumhöhe. Im Altbau mit 3 Metern und mehr rechnen Sie besser über das Volumen: 25 bis 40 Watt pro Kubikmeter, je nach Dämmung und Sonne.

Kann ein Gerät zwei Räume kühlen?

Nur schlecht. Kühle Luft verteilt sich träge durch Türöffnungen, der zweite Raum bleibt spürbar wärmer. Realistisch kühlt ein mobiles Gerät den Raum, in dem es steht, plus einen leichten Nebeneffekt im Nachbarraum bei offener Tür. Für zwei geschlossene Räume braucht es zwei Geräte oder das Umstellen des Geräts.

Ist zu viel Leistung schädlich?

Bei Inverter-Geräten kaum: Sie regeln herunter und laufen im Teillastbetrieb leise und effizient. Nur massloses Überdimensionieren lohnt sich nicht, weil Sie Anschaffungspreis für Reserve bezahlen, die nie gebraucht wird. Problematisch ist Überdimensionierung vor allem bei alten Geräten ohne Inverter, die dann takten.

Kurz gemacht: rechnen, aufschlagen, wählen

Fläche mal 60 bis 100 Watt, Zuschläge für Dach, Südfenster und Personen, fertig ist die Kühllast. Bis 25 m² reicht die 8'000-BTU-Klasse, darüber die 12'000-BTU-Klasse. Alle passenden Geräte samt Verfügbarkeit und Warteliste finden Sie in der Übersicht der mobilen Split-Klimaanlagen; offene Fragen beantwortet unser FAQ oder der grosse Ratgeber zu mobilen Klimaanlagen in der Schweiz.