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Was kostet eine Klimaanlage an Strom? Die ehrliche Rechnung

SplitClima Redaktion

Aktualisiert am 1. August 2026

Ein Stromfresser, sagt der Nachbar. Fast gratis, sagt die Werbung. Beide übertreiben. Wir rechnen hier mit offiziellen Zahlen: den ElCom-Medianpreisen 2026 und den Effizienzwerten aus den Gerätedatenblättern. Jede Formel steht dabei, damit Sie mit Ihrem eigenen Tarif nachrechnen können. Das Ergebnis vorweg: Ein effizienter Inverter-Split kostet pro Sommer ungefähr so viel wie zwei Pizzas, ein Monoblock deutlich mehr.

Was kostet Strom 2026 in der Schweiz?

Der Schweizer Medianpreis für einen typischen Haushalt liegt 2026 bei 27.7 Rp./kWh, alles inklusive. Das sind rund 4.5 Prozent weniger als 2025 (29.0 Rp.), aber immer noch etwa ein Drittel mehr als 2021 (20.5 Rp.). Quelle: die Tarifdaten der Eidgenössischen Elektrizitätskommission auf strompreis.elcom.admin.ch, als offene Daten publiziert im Median-Strompreis-Datensatz.

Der Medianwert gilt für die ElCom-Kategorie H4, eine 5-Zimmer-Wohnung mit Elektroherd und Tumbler und 4'500 kWh Jahresverbrauch. Zur Einordnung der Entwicklung: 2023 sprang der Median von 21.2 auf 27.2 Rp., 2024 folgte der Höchststand von 32.1 Rp., seither sinkt er wieder langsam. Zwischen den Kantonen liegen die Mediane 2026 weit auseinander: Basel-Stadt zahlt 33.25 Rp./kWh, Schaffhausen 32.20, Bern 29.35, Genf 24.88, Zürich 24.76, Zug nur 21.88. Ihren exakten Tarif zeigt die ElCom-Seite auf Adressebene.

Wie rechnet man die Stromkosten einer Klimaanlage aus?

Die Formel ist simpel: Stromverbrauch = benötigte Kühlleistung geteilt durch die Effizienz (SEER). Kosten = Verbrauch mal Strompreis. SEER ist die saisonale Effizienz nach der Norm EN 14825, gemittelt über realistische Teillast. SEER 6.1 heisst: Aus 1 kWh Strom werden über die Saison im Schnitt 6.1 kWh Kälte.

Unsere Annahmen für alle Rechnungen unten, damit die Geräte vergleichbar sind:

  • Der Raum braucht im Schnitt 2.45 kW Kühlleistung, also 70 Prozent der 3.5 kW Nennleistung. Klimaanlagen laufen praktisch nie dauerhaft auf Volllast.
  • 500 Betriebsstunden pro Sommer, das sind rund 8 Stunden pro Tag während 9 Wochen. Ein heisser Sommer wie 2026 kommt gut auf diese Zahl.
  • Strompreis: Schweizer Median 2026 von 27.7 Rp./kWh.

Warum nicht mit Volllast rechnen? Weil Inverter-Geräte ihre Leistung stufenlos an den Bedarf anpassen. Nach dem Herunterkühlen läuft der Kompressor gedrosselt weiter und hält die Temperatur. An einem extremen Hitzetag liegt die mittlere Last höher, an einem milden Abend tiefer; die 70 Prozent sind ein fairer Durchschnitt über den Sommer.

Was kostet eine Stunde Kühlen?

Beim Medianpreis 2026 kostet die Kühlstunde mit einem Inverter-Split 11 bis 12 Rappen, mit einem typischen Monoblock rund 26 Rappen, mit einem Ventilator gut 1 Rappen. Hier die Rechnung im Detail:

Gerät Effizienz Stromaufnahme bei 2.45 kW Kühlleistung Kosten pro Stunde
Midea PortaSplit SEER 6.1 2.45 / 6.1 = 0.40 kW 0.40 × 27.7 Rp. = 11.1 Rp.
SplitClima S12 SEER 5.6 2.45 / 5.6 = 0.44 kW 12.1 Rp.
Typischer Monoblock EER 2.6 2.45 / 2.6 = 0.94 kW 26.1 Rp.
Ventilator (45 W) keine Kühlung 0.045 kW 1.2 Rp.

Zwei ehrliche Fussnoten. Erstens: Für Monoblöcke geben Hersteller meist nur den EER an, die Effizienz bei Volllast, nicht den strengeren Saisonwert. Dazu kommt, dass Einschlauchgeräte im Raum einen Unterdruck erzeugen und warme Aussenluft nachziehen. Die 26.1 Rp. schmeicheln dem Monoblock also noch. Zweitens: Der Ventilator ist konkurrenzlos billig, aber er kühlt nicht. Er bewegt Luft, der Raum bleibt gleich warm.

Und glauben Sie uns nicht blind: Ein Energiekosten-Messgerät für rund CHF 20.– zwischen Stecker und Steckdose zeigt Ihnen den echten Verbrauch Ihres Geräts auf die Kilowattstunde genau. Wer nachmisst, landet mit einem Inverter-Split erfahrungsgemäss eher unter unseren Annahmen, weil das Gerät oft gedrosselt läuft.

Was kostet ein ganzer Sommer?

Bei 500 Betriebsstunden kostet die Kühlsaison mit einem effizienten mobilen Split zwischen CHF 55.– und 61.–, mit einem Monoblock rund CHF 130.–:

Gerät Verbrauch in 500 h Kosten pro Sommer (27.7 Rp./kWh)
Midea PortaSplit 201 kWh CHF 55.60
SplitClima S12 219 kWh CHF 60.60
Typischer Monoblock 471 kWh CHF 130.50
Ventilator (45 W) 22.5 kWh CHF 6.25

Auch hier bleiben wir ehrlich: Der Abstand zwischen unserem effizientesten und unserem günstigsten Gerät ist klein. Die PortaSplit mit SEER 6.1 spart gegenüber der SplitClima S12 mit SEER 5.6 etwa CHF 5.– pro Sommer. Der Monoblock dagegen kostet Jahr für Jahr mehr als das Doppelte, und das bei mehr Lärm. Über zehn Sommer gerechnet frisst er seinen tiefen Kaufpreis wieder auf.

Warum macht Ihr Kanton bis zu CHF 23.– Unterschied?

Weil dieselben 201 kWh je nach Kantonsmedian unterschiedlich viel kosten. Die Split-Saison aus der Tabelle oben kostet in Basel-Stadt rund CHF 66.80, in Zug rund CHF 44.–. Die Rechnung ist immer gleich: 201 kWh mal Ihr Tarif.

Kanton (Auswahl) Medianpreis 2026 Split-Saison (201 kWh)
Basel-Stadt 33.25 Rp./kWh CHF 66.80
Bern 29.35 Rp./kWh CHF 59.–
Schweizer Median 27.70 Rp./kWh CHF 55.60
Genf 24.88 Rp./kWh CHF 50.–
Zürich 24.76 Rp./kWh CHF 49.80
Zug 21.88 Rp./kWh CHF 44.–

Quelle der Tarife: ElCom-Mediandaten pro Kanton, Kategorie H4, Standardprodukt 2026.

Ein Nebenaspekt, der sich auszahlen kann: Viele Versorger rechnen mit Hoch- und Niedertarif, und der günstigere Niedertarif gilt häufig abends und am Wochenende. Wer die Wohnung am Abend vorkühlt statt am Nachmittag durchzukühlen, erwischt damit oft die billigeren Stunden. Ob und wann Ihr Versorger Niedertarif führt, steht auf der Stromrechnung.

Wie viel ist das im Vergleich zum übrigen Haushalt?

Wenig. Die 201 kWh einer Split-Kühlsaison entsprechen gut 4 Prozent des Jahresverbrauchs eines typischen H4-Haushalts mit 4'500 kWh. Selbst der ineffiziente Monoblock bleibt mit 471 kWh bei rund 10 Prozent. Der Ruf des Stromfressers stammt aus Ländern, in denen Klimaanlagen sechs Monate im Jahr ganze Häuser kühlen. Ein einzelnes, effizientes Gerät für Schlafzimmer oder Homeoffice fällt auf einer Schweizer Jahresrechnung kaum auf.

Lohnt sich Heizen mit der Klimaanlage?

Ja, öfter als viele denken. Die Midea PortaSplit und die SplitClima S12 heizen als Wärmepumpe mit SCOP 4.0 (A+): Aus 1 kWh Strom werden über die Heizsaison gemittelt 4 kWh Wärme. Eine Kilowattstunde Wärme kostet damit rund 6.9 Rp. statt 27.7 Rp. mit einem Elektro-Direktheizer, also einen Viertel.

Ein Beispiel: Ein Hobbyraum oder ein Homeoffice braucht in der Übergangszeit etwa 2 kW Heizleistung. Die Wärmepumpe zieht dafür 0.5 kW Strom, macht rund 14 Rp. pro Stunde. Ein 2000-Watt-Heizlüfter für denselben Raum kostet 55 Rp. pro Stunde. Über einen Monat mit täglich 4 Heizstunden sind das rund CHF 17.– statt CHF 66.–. Wer im Frühling und Herbst einzelne Räume heizt statt die ganze Heizung hochzufahren, spart also real.

Auch hier die Grenze klar benannt: Bei strengem Frost sinkt die Heizleistung mobiler Geräte spürbar. Als einzige Heizung für ein ganzes Haus taugen sie nicht, als Zusatzheizung für einzelne Räume sind sie kaum zu schlagen.

Sieben Spartipps, sortiert nach Wirkung

  1. Fenster abdichten. Die Leitung läuft durchs gekippte Fenster, und genau dort strömt ohne Abdichtung warme Luft nach. Eine Fensterabdichtung kostet wenig und wirkt in jeder einzelnen Betriebsstunde.
  2. Tagsüber Storen runter. Die billigste Kilowattstunde ist die, die die Klimaanlage nie erbringen muss. Wer die Sonnenlast draussen hält, halbiert an vielen Tagen die Laufzeit.
  3. 24 bis 26 °C statt 20 °C einstellen. Jedes Grad tiefer verlängert die Kompressorlaufzeit spürbar. Zum Schlafen reichen 24 bis 26 °C völlig.
  4. Türen schliessen. Kühlen Sie den Raum, in dem Sie sind, nicht den Flur.
  5. Filter reinigen. Verstaubte Filter drosseln den Luftstrom, und das Gerät arbeitet länger für dieselbe Kälte. Alle zwei bis vier Wochen kurz absaugen genügt.
  6. Timer und Sleep-Modus nutzen. Vorkühlen am Abend, dann gedrosselt weiterlaufen lassen. Das spart Strom und Nerven, wie unser Ratgeber zu leisen Klimaanlagen zeigt.
  7. Effiziente Bauart wählen. SEER 6.1 statt EER 2.6 ist der grösste Einzelhebel: gleiche Kühlung, weniger als halbe Stromkosten. Alle Geräte mit ihren Effizienzwerten finden Sie in unserer Übersicht.

Häufige Fragen

Ist eine mobile Klimaanlage ein Stromfresser?

Monoblöcke oft ja: Mit EER um 2.6 kosten 500 Kühlstunden rund CHF 130.– beim Medianpreis 2026. Mobile Split-Klimaanlagen mit Inverter nicht: Mit SEER 5.6 bis 6.1 kostet derselbe Sommer CHF 55.– bis 61.–.

Was kostet eine Klimaanlage pro Stunde Strom?

Beim Schweizer Medianpreis 2026 von 27.7 Rp./kWh: mobiler Inverter-Split 11 bis 12 Rp., typischer Monoblock rund 26 Rp., Ventilator gut 1 Rp. pro Stunde. Basis ist eine mittlere Kühllast von 2.45 kW; bei milderem Wetter sinken die Werte.

Wie viel Strom braucht eine Klimaanlage pro Tag?

Bei 8 Stunden Betrieb und mittlerer Last: Inverter-Split rund 3.2 bis 3.5 kWh, also etwa 90 Rp. bis CHF 1.– pro Tag. Ein Monoblock kommt auf rund 7.5 kWh oder gut CHF 2.– pro Tag.

Lohnt sich das Heizen mit einer mobilen Klimaanlage?

In der Übergangszeit ja. Mit SCOP 4.0 kostet die Kilowattstunde Wärme rund 6.9 Rp. statt 27.7 Rp. mit einem Heizlüfter, viermal weniger. Bei strengem Frost sinkt die Leistung, ein ganzes Gebäude heizt man damit nicht.

Wenn Sie die Stromrechnung im Blick behalten wollen, ist die Midea PortaSplit mit SEER 6.1 (A++) beim Kühlen und SCOP 4.0 (A+) beim Heizen die effizienteste Wahl in unserem Sortiment: CHF 1'190.– statt UVP CHF 1'349.–, mit Gratislieferung, 2 Jahren Garantie mit Abwicklung in der Schweiz und 30 Tagen Rückgaberecht. Aktuell ist sie ausverkauft, die nächste Charge erwarten wir im Frühling 2027. Über die Warteliste auf der Produktseite erhalten Sie 48 Stunden Frühzugang.